10.—19.05.2024 Ausstellung »display« mit Julia Metropolit (Kunstverein Gastgarten e.V.)
»Die künstlerischen Arbeiten in der Ausstellung display verhandeln den Status des Objekts, dessen Relation zum Raum und Umgebung. Sonnemann und Metropolit bewegen sich damit systematisch an einer Schnittstelle zwischen künstlerischen und kuratorischen Praktiken, die den Status des singulären und autonomen Kunstwerkes ebenso hinterfragen, wie auch die Rolle der institutionellen und räumlichen Situation.
In Perspektive ihrer bisherigen Ausstellungspraxis zielen Lukas Sonnemann und Julia Metropolit dabei weniger darauf Zusammenstellungen prinzipiell geschlossener, selbstgenügsamer, ästhetizistischer Objekte zu produzieren, als vielmehr Übergänge zwischen verschiedenen Arbeiten zu evozieren und diese in engmaschige „Netzwerke“ zu knüpfen. Dabei geht es ihnen darum, die Kontextualität und Situativität, im Sinne einer Medialität von Ausstellungen ernst zu nehmen und ästhetisch-künstlerisch zu reflektieren. […].«
18.04.2024 Vortrag Universität Hamburg »Forschend Lehren: (Kunst-)Didaktik als experimentelles Antworten«
Am 18.04. (16:15-17:45) werde ich in unserer diesjährigen Ringvorlesung einen Vortrag zum Begriff der Didaktik halten. Verstehen wir Didaktik als ›Lehre vom Lehren und Lernen‹ und damit nicht nur als Praxis guten Unterrichts, geht es um ein reflexives Bewusstsein über die komplexen Prozesse, die in Lehre und Lernen ablaufen. Didaktik formuliert in dieser Perspektive nicht nur Gelingensbedingungen für Unterricht, sondern wird in ihrer Komplexität verstanden als reflexive Annäherung, u.a. an Momente des Unplanbaren und Unvorhersehbaren im Pädagogischen. Während Didaktik oftmals als Form fixierter Wissensbestände und unterrichtspraktischer Methodenkanons aufgefasst wird, möchten wir dagegen Kunst-Didaktik stärker als ernst zu nehmende Suchbewegung verstehen, als immer wieder neu zu konzipierendes, experimentelles Antworten zwischen Kunst und Pädagogik.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Kunstpädagogik der Universität Osnabrück
Ab dem 01.04. trete ich eine neue Stelle an der Universität Osnabrück an. Als neuer Mitarbeiter freue mich dem Team von Kerstin Hallmann beizutreten und auf die gemeinsame Arbeit in Forschung und Lehre. Verantwortlich bin ich dort ab sofort für die Betreuung von Forschungsprojekten sowie die Begleitseminare im Praxisblock im GHR 300. In diesem Sommersemester bin ich außerdem weiterhin im Arbeitsbereich von Andrea Sabisch an der Universität Hamburg tätig.
06.—07.10.2023 Tagung »Kunstpädagogik der Komplexität: Auf der Suche nach gemeinsamen Fachlichkeiten« (Universität zu Köln)
Am 06.—07.10. wird an der Universität zu Köln, die von Eva Hegge, Gesine Hopstein, Katja Lell, Josephine Roth, Antje Winkler und mir organisierte Tagung »Kunstpädagogik der Komplexität« stattfinden. Zweiundzwanzig Beiträge von Nachwuchswissenschaftler:innen der Kunstpädagogik widmen sich dabei den komplexen Fragen der Selbstverortung in einem heterogenen Wissenschaftsfeld. Gesine Hopstein und ich werden dabei einen gemeinsamen Beitrag vorstellen, der sich den methodologischen Fragen vor allem theoretischer Forschung in der Kunstpädagogik widmet.
Die Tagung wird freundlicherweise von der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V. und der Universität zu Köln gefördert.
Das Programm kann hier eingesehen werden, die Anmeldung erfolgt via Mail an: tagung.komplexitaet@gmail.com.
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12.—20.08.2023 Ausstellung »to be confirmed« mit Heiko Lietz und Florence Schreiber (Frappant Galerie, Hamburg)
Die Gruppenausstellung ›to be confirmed‹ zielt auf die Begegnung der Theaterbühne und dem White Cube. Die Ausstellung untersucht, welche Übergänge sich ergeben, wenn wir die Ausstellung als performatives Ereignis erleben und das Theater als räumliches Dispositiv verstehen. Sie befragt einen Ausstellungsbesuch bei dem Anfänge und Enden anhand von räumlichen Anordnungen ausgestellt und angekündigt werden.
›to be confirmed‹ versteht den Raum als Display und Bühne, Objekte als Handelnde und die Zeitlichkeit von Ausstellungen als Aufführung. Entsprechend der drei Galerieräume verläuft die Ausstellung in drei Akten. Den ersten Akt bildet die Vernissage am 11.08., den zweiten der Ausstellungszeitraum, den dritten die Finissage am 20.08.
»Ein gerolltes Scharnier besteht aus zwei Teilen, zwei Metallplatten und einem Stift, mit dem sie verbunden sind. Scharniere verbinden Objektteile und ermöglichen Bewegung. Bei einem Kulissenscharnier kann dieser Stift entfernt werden. Dadurch wird es möglich, verschiedene Metallplatten und Objekte miteinander zu verbinden. Kulissen können neu zusammengebaut werden, Türen ein- und ausgehakt werden, Kistendecken ausgetauscht werden. […]«
www.frappant.org/galerie/
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www.instagram.com/heiko.lietz/
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Ankündigung Tagungsband »Bildsituationen« (ersch. vrsl. 2024)
Im Anschluss an unsere Tagung ›Bildsituationen‹, die im Oktober 2022 stattgefunden hat wird (voraussichtlich) im kommenden Jahr ein Tagungsband erscheinen, den ich gemeinsam mit Anna Stolz, Jasmin Böschen und Andrea Sabisch herausgebe.
Der Band soll einerseits an die dort zur Disposition gestellten Beiträge anschließen, als auch diese in einem übergreifenden Rahmen weiter diskutieren. Leitend ist hier, wie auch in der Vorbereitung der Tagung die Überlegung Bildlichkeit verstärkt als situiertes Phänomen zu verstehen.
01.—02.09.2023 Vortrag auf der Tagung »Re-Organisation von Wahrnehmungsweisen« (Universität zu Köln)
Auf der von Fatma Kargin (FHNW) und Manuel Zahn (Universität zu Köln) organisierten Tagung werde ich einen Beitrag im Anschluss an mein laufendes Promotionsprojekt vorstellen. Ausgehend von Alva Noë These eines besonderen Potenzials der Künste hinsichtlich der Re-Organisation von Wahrnehmungsweisen möchte ich spezifisch nach den Verschränkungen von Re- und De-Organisationsprozessen in Ausstellungen fragen. Während Noë vorwiegend ausgehend von Praktiken argumentiert, möchte ich vorschlagen den Zusammenhang von Organisation und (Re-)Organisation als mediales Geschehen im Sinne einer medialen Phänomenologie zu fassen. Der damit angelegte Fokus verschiebt die Frage danach, welche Praktiken als organisierend, bzw. re-organisierend zu fassen sind dahin, wie und unter welchen Bedingungen etwas als Re-Organisierendes, etwa als Störung oder als Irritation auftritt. Im Anschluss an die empirische Fallbildung meiner laufenden Promotion möchte ich entsprechende Medienreflexive am Beispiel einer Ausstellung exemplarisch aufzeigen. Gerahmt werden diese Überlegungen von einer bildtheoretischen Diskussion, bzw. einer Rückwendung medientheoretischer und bildungstheoretischer Überlegungen auf Noës Theoriebildung.
10.05.2023 Vortrag FHNW | HGK Basel Lukas Sonnemann: »›situating images‹: Bilderfahrung im Medium Ausstellung«
Ich freue mich sehr im Rahmen der Vorlesungsreihe ›Terrain‹, organisiert von Fatma Kargin und Beate Florenz einen Vortrag halten zu dürfen. ›Terrain‹ gilt den Diskursfeldern in Kunst- und Designvermittlung. Als Veranstaltungsformat mit Vorträgen und Workshops internationaler Gäst:innen schafft »Terrain« im Learning Lab Arts and Design (LLAD) am Institute Arts and Design Education (IADE) einen öffentlichen Raum für Fachdiskurs und Austausch mit Studierenden, Fachpublikum und Interessierten.
14.—15.10.2022 Tagung »Bildsituationen« (Universität Hamburg, Warburg-Haus Hamburg)
»Bilder situieren« lautet die Leitthese dieser Tagung. Mit der Begrifflichkeit ›Bildsituation‹ adressieren wir, anders als mit ›Bild‹ oder ›Bildrezeption‹, eine räumliche, zeitliche, historische und kulturelle Dimension. Denn wir erfahren und rezipieren Bilder nicht im luftleeren Raum, sondern stets in räumlichen und zeitlichen Kontexten, eingebettet in mediale, kulturelle und soziale Dispositive. Bildsituationen verorten und positionieren Subjekte, indem sie deren Erfahrung auf spezifische Weise nicht lediglich auf, sondern vielmehr an Bildern und durch diese ausrichten. Doch vor welche terminologischen, konzeptionellen und theoretischen Herausforderungen stellt uns diese Verschiebung hin zu einem ›situativen‹ Verständnis von Bildlichkeit? Welche Rolle spielen die Umgebungen der Bilder, Dispositive, Strategien und Praktiken des Displays und der Inszenierung, ihre Konstellationen zu anderen Bildern, in etwa Bildserien und -ensembles oder in assoziativen Verknüpfungen zu abwesenden, mentalen oder imaginären Bildern? Wie sind diese zugleich immer an diejenigen rückgebunden, die sie erfahren? Welche sozialen und kulturellen Praktiken werden durch sie ermöglicht, habitualisiert, aber auch transformiert? Was folgt daraus für Prozesse der Vermittlung und Bildung? Wie können wir als Forschende diesem Perspektivwechsel methodisch, methodologisch, theoretisierend begegnen?
Die Tagung wird vom 14.–15.10.2022 im Hamburger Warburg-Haus (Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg) stattfinden. Sie wird vom Arbeitsbereich Art Education / Kunstpädagogik der Universität Hamburg ausgerichtet. Organisator*innen der Tagung sind Jasmin Böschen, Andrea Sabisch, Anna Stolz und ich.
Anmeldung per Mail an: lukas.sonnemann@uni-hamburg.de
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